Ein Künstlerprojekt
im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010 İstanbul![]()
art.homes ist ein Kunstprojekt, das sich unter dem Motto „Freundschaft“ die Förderung junger Künstler/-innen aus München und Istanbul zum Ziel gesetzt hat. Zehn Münchner und zehn Istanbuler Künstler treffen aufeinander. Sie werden jeweils zu zweit zehn Wohnungen in Istanbul (2010) und München (2011) bewohnen und bespielen. Die Künstler sind aufgefordert sich mit der Raumsituation dieser Wohnungen auseinander zu setzen und experimentell zu arbeiten. So werden ganz normale Wohnungen in Kunstlabore verwandelt. Diese zum Teil noch im Entstehen begriffenen Arbeiten werden für zehn Tage der Bevölkerung zugänglich gemacht.
Über die Kunst hinaus wird eine entscheidende Rolle spielen, wie die Künstlerpaare eine freundschaftliche Beziehung aufbauen. Diese Freundschaft soll den Künstlern Möglichkeiten für eine weitere Zusammenarbeit eröffnen.
art.homes verfolgt ein prozessbetontes Ausstellungskonzept. Die Grenzen der Kunst und der Künstler selbst sollen angetastet und ausgereizt werden. Die Künstler, die aus unterschiedlichen Kultur- und Sprachräumen stammen, müssen, zunächst virtuell, ihre Ideen einer raumspezifischen Arbeit aufeinander reagieren lassen und zu einer gemeinsamen Bespielung der Wohnung zusammenführen. Dabei sind Kompromissfindungen erforderlich, die über eine herkömmliche künstlerische Zusammenarbeit hinausgehen.
art.homes schafft nicht nur einen neuen, intensiveren Dialog zwischen den Künstlern aus München und Istanbul, sondern auch einen breit angelegten kulturellen Austausch zwischen den Bewohnern beider Städte. Durch zwischenmenschliche Begegnungen wird ein integrativer Prozess in Gang gebracht, der abseits von innenpolitischen Maßnahmen eine direkte und nachhaltige Wirkung zeigt. Zudem bildet art.homes die Grundpfeiler für eine dauerhafte Freundschaft zwischen den Stadtteilen Beyoğlu, Istanbul und Altstadt/Lehel, München. Der Dialog auf künstlerischer und menschlicher Ebene wird von art.homes zwei Jahre lang verfolgt und soll ein breites Spektrum an künstlerischen und kulturellen Projekten nach sich ziehen.